Zum guten Schluss...

Für Erika ist der Manta ein Traumwagen

Ein leichter Heckschaden wurde schnell behoben

Beim Kauf arbeitete im Motorraum schon ein Risse-Aggregat

Exklusiv-typische Doppelscheinwerfer

In einer roten Blende sitzen die VDO-Zusatzinstrumente

Erika Hülsewiesche ist eine treue Seele. Mit ihrem 1988er Modell ist sie einem der letzten Manta-Exemplare treu geblieben. Das 88er Coupé der Gelsenkirchenerin - ein GSi exklusiv - ist ein vom beliebten Opel-Tuner Irmscher aufgewerteter GSi, wie er ab 1985 angeboten wurde. Den "exklusiv" gab es nur als Coupé (also nicht in der CC-Karosserieform). Seine Optik war geprägt von den Doppelscheinwerfern, dem dreiteiligen Heckspoiler und der Blende zwischen den Rückleuchten, für die das Kennzeichen nach unten in die Heckschürze wanderte. Der Innenraum konnte mit speziellen Recaro-Sitzen (inklusive Rückbank) ausgestattet werden, die mit schwarz/rotem Stoff bezogen waren. Der Kaufpreis für das Sondermodell betrug damals übrigens 26.470,- DM.

Rettet den Baum!
Ganz so viel musste Erika nicht anlegen, als sie ihren Manta 2003 entdeckte. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Peter Erdmann ist sie schon eine ganze Weile in der Opel-Szene unterwegs. Es gab nur eine Bedingung, um den Kauf perfekt zu machen. Erika und Peter nennen sie die Aktion "Rettet den Baum!" - fein säuberlich an einer Schnur aufgereiht baumelten im Kofferraum nämlich etwa 150 Wunderbäume, Duftmarke "Vanille". Schlecht, wenn man nicht drauf steht. Die Bedingung war also: Raus damit und der Kofferraum wird bis zur endgültigen Abholung gelüftet! Für einen aus heutiger Sicht echten Schnäppchenpreis bekam Erika also das damals 15-jährige Auto.

Dem Vorbesitzer war die originale Leistung offenbar nicht genug, er gönnte sich den 2,2-Liter-Risse-Motor. Zu dessen Feinheiten gehören unter anderem die 296°-Nockenwelle (M15) von Mantzel im 2,0-Liter-Kopf und die erleichterte 9“-Schwungscheibe. Auch der G-Kat stammt aus dem Mantzel-Programm, während die Auspuffanlage im Gruppe-A-Format aus dem Hause Powersprint kommt. Eine verstärkte Fichtel & Sachs-Kupplung gibt die so erzeugten 167 PS an das 5-Gang-Getriebe weiter.

Dezent tiefergelegt
Die Irmscher-Felgen sind durch zeitgenössische Borbet-A-Räder ersetzt worden. Sie sind in üppigen 9 x 16 Zoll und mit einer 215/40er Nexen-Bereifung bezogen montiert worden - der Optik des 80er-Jahre-Klassikers tut das sicherlich keinen Abbruch. Mit Manta-Thema-Federn sowie roten Konis vorne und Bilstein-Dämpfern hinten wurde eine dezente Tieferlegung um 30 Millimeter erzeugt.

Auch unter dem Blech hatte sich im Laufe der Zeit etwas getan:
Die erwähnte schwarz/rote Recaro-Ausstattung konnte hier glücklicherweise erhalten werden, wofür allerdings der verschlissene Fahrersitz ersetzt werden musste. In einer roten Blende vor dem Alu-Schaltknauf sitzen drei VDO-Zusatzinstrumente, die über Öldruck sowie Öl- und Außentemperatur informieren. Der Fahrer greift in ein 32er Raid-Dino-Lenkrad, während er - genau wie der Beifahrer - von einem blauen Schroth-H-Gurt im Sitz gehalten wird. Das Soundsystem spielt für Erika nicht unbedingt die ganz große Rolle. Sie schätzt an ihrem Manta gerade das Puristische.

Die ganze Story gibt's in der OPEL SCENE FLASH 04/15!

Text & Fotos: Thomas Pfahl

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