Werkstattbindung

Ein relativ neues Instrument bei der Gestaltung von Kasko-Versicherungsverträgen ist die Werkstattbindung. Wird diese vereinbart, ist der Versicherungsnehmer im Falle eines Kasko-Schadens verpflichtet, den Wagen in einer vom Versicherer vorgegebenen Werkstatt reparieren zu lassen. Durch den Aufbau von eigenen Werkstattnetzen können die Versicherungen eine große Zahl von Reparaturaufträgen bündeln, die zu einem festgelegten Stundenlohn abgearbeitet werden. Im Vergleich mit den stark variierenden Stundensätzen am freien Markt besteht hier ein beträchtliches Einsparpotenzial für die Versicherer. Die Vorreiter dieses Systems haben inzwischen sogar die Beschaffung von Ersatzteilen zentralisiert. Auch in diesem Bereich sollen durch Bündelung von Aufträgen Mengenrabatte erzielt werden. Meist lohnt der gewährte Prämiennachlass nicht. Zwar wird bei manchen Werkstattbindungstarifen zusätzlich im Kaskoschadenfall ein Leihwagen zur Verfügung gestellt, dennoch bleibt es fraglich, ob man deswegen seinen Wagen in unbekannte Hände geben möchte. Werkstattwahl ist nun einmal Vertrauenssache.

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