Kapitel 1: Grundlagen der Fahrzeugpflege

Die Lackschicht eines Autos ist nur Bruchteile eines Millimeters dünn und einer Vielzahl von aggressiven Umwelteinflüssen ausgesetzt. In der empfindlichen Oberfläche entstehen leicht Schäden durch mechanische Einwirkung: Bereits leichte Berührungen hinterlassen ihre Spuren. Wenn der Lack schmutzig ist, verstärkt sich dieser Effekt, denn die Schmutzpartikel wirken wie Sandpapier. Die Kunststoffbürsten einer Waschanlage überziehen den Lack sogar flächendeckend mit feinen Kratzern. Neben mechanischen Belastungen muss die Lackierung auch chemische Angriffe, wie etwa durch sauren Regen oder Streusalz, überstehen. Im Sommer hat der Lack es ebenfalls nicht leicht, denn UV-Strahlung sorgt unter anderem für ein Ausbleichen der Farbe. Durch eine Versiegelung wird der Lack vor diesen Einflüssen weitgehend geschützt. Ob man sich für ein Lackpflegesystem auf Naturwachsbasis oder für eine synthetische Versiegelung entscheidet, ist letztlich jedem selbst überlassen.

Vor dem Auftragen eines Wachses oder einer Versiegelung ist jedoch eine gründliche Vorarbeit nötig. Ablagerungen wie Baumharz oder Teerflecken sollten nach dem Waschen mit Lack-Knete entfernt werden. Diese wird wie ein Radiergummi mit leichtem Druck über den Lack geschoben. Etwas Reinigungsflüssigkeit löst die Ablagerungen an und verhindert Kratzer. Oft gibt es Knete und Reinigungsflüssigkeit im praktischen Set, SWIZÖL bietet seinen hellgelben Paint-Rubber gemeinsam mit dem Trockenreinigungsmittel Quick Finish an.

Um Fehler in der Lackierung zu korrigieren, muss die Oberfläche durch Polieren geglättet werden: Feine Schleifkörper, die in der Politur enthalten sind, tragen die oberste Lackschicht soweit ab, bis Unebenheiten wie etwa Kratzer nicht mehr zu sehen sind. Bei hochwertigen Polituren, wie zum Beispiel dem Cleaner Fluid Medium von SWIZÖL, zerlegen sich die Schleifkörper während des Poliervorgangs und werden so mit der Zeit immer feiner. Mithilfe dieser modernen Produkte ist es möglich, Fehler aus dem Lack herauszuschleifen, ohne dass grobe Schleifkörper ihrerseits neue, feinere Kratzer zurück lassen. Wichtig ist dabei, sorgfältig genug zu polieren, bis sich die Schleifkörper vollständig zerlegt haben. Das benötigt Geduld und etwas Fingerspitzengefühl. Merke: Je ebener der Lack ist, desto stärker der Glanz! Bei gut erhaltenem oder neuem Lack ist die Verwendung schleifmittelhaltiger Reinigungsmittel nicht nötig. Fast alle Hersteller hochwertiger Lackpflege-Systeme empfehlen jedoch vor dem Versiegeln die Verwendung eines schleifmittelfreien Cleaners, der den Lack reinigt und die Haftung der Versiegelung verbessert. Die Experten von SWIZÖL betonen, dass ihre Wachse erst aufgetragen werden sollten, wenn der Lack mit Cleaner Fluid Regular behandelt wurde. Wird dieser Schritt unterlassen, hält die Schutzwirkung bei Weitem nicht so lange an, wie nach der Vorbehandlung mit einem Cleaner.

Mit dem bloßen Auge sieht die Oberfläche nach diesem Arbeitsgang spiegelglatt aus, dennoch wären unter einem Mikroskop immer noch winzige Poren im Lack zu erkennen. Um diese zu verschließen wird nun die Versiegelung, beziehungsweise die Wachsschicht, aufgetragen. Durch diese im Idealfall vollkommen ebene Schutzschicht wird der Glanzgrad weiter erhöht und der Lack gleichzeitig geschützt.


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