Nur kein Neid!

Der ziegelrote GT/J ist ein echtes Sahneteilchen

Einen gut erhaltenen GT zu finden, ist schwierig

Das schwarze Kunstleder gab es ab Werk

Fotos: Dieter Debo

Eine der goldenen Regeln beim Kauf eines Opel GT der ersten Baureihe ist die ausgiebige Begutachtung der Karosserie. In der Regel gilt: nur eine rostfreie Karosserie bereitet später keine Kopfschmerzen. Saubere Exemplare mit deutscher Zulassung sind rar und teuer. Der Re-Import aus den USA, vorzugsweise Kalifornien, ist meist nicht minder kostenintensiv. Wohl dem, der in Anbetracht dieser Marktlage ein glückliches Händchen  hat und den topgepflegten Rentnerwagen aus erster Hand erwerben kann. Einer dieser Glückspilze ist Opel-Spezi Wolfgang Lackermann…

Wie sieht eigentlich der ideale Sportwagen aus? Schnell und schön sollte er sein. Zeitlos geformt und unkompliziert in der Handhabung. Ein Typ mit ewiger Jugend. So wie der Opel GT. Er kommt im typischen Coke-Bottle-Shape-Design der 1960er Jahre daher. Offen und ehrlich, ohne Schnörkel oder zickige Allüren. Ein Typ, der sich, abgesehen von seiner Motorleistung, mit jeder gleichaltrigen Corvette messen kann. Sowohl in Punkto Ausstrahlung als auch in Sachen Fahrspaß. Sein vorzugsweise 90 PS starker Motor wurde geschickt hinter der Vorderachse platziert, wodurch das Handling ungemein gepusht wird.

Das Beste am GT ist gleichwohl, dass er vielerorts mit Großserientechnik ausgerüstet worden ist. Das machte ihn damals wie heute bezahlbar. Der 90 PS starke Grauguss-Motorklotz der Top-Version stammt beispielsweise aus dem Rekord C. Im Gegensatz zum Rekord passte das 1,9 Liter große CIH-Aggregat ob seiner Bauhöhe indes nur mittels einer Auswölbung der Motorhaube in den GT. Außerdem musste der Zylinderkopfdeckel im vorderen Bereich abgeschrägt werden - was der Optik definitiv nicht geschadet hat. Im Gegenteil: Es macht das GT-Gesicht noch ausdrucksstärker.

Ein besonders schönes Stück dieser Gattung konnte der Weseler Opel-Spezi Wolfgang Lackermann einfangen. Dem bekennenden Sammler alter Opel-Modelle, wir berichteten in diversen Ausgaben über die Preziosen seines Fuhrparks, wurde genau dieser GT/J vor einigen Jahren angeboten. Der Vorbesitzer musste den toperhaltenen Opel aus Altersgründen abgeben. Ein Schritt, der ihm garantiert nicht leicht gefallen ist. Der ziegelrote GT/J ist ein echtes Sahneteilchen inklusive Nebelscheinwerfern, schicken nachgerüsteten ATS-Rädern in 13 Zoll inklusive 205/60er bzw. 215/60er Pirelli-Pneus an der Vorder- und Hinterachse und einem kernigen Abarth-Endtopf.

Die komplette Story gibt´s in der flash 12/13!

Von: M. Timmer

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