Youngtimer-Saison läuft!

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Der Auftakt in die Youngtimer-Saison 2012 ist geglückt! Beim Youngtimer Vestival auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald in Herten tummelte sich die internationale Familie der Fans von Autos der Jahrgänge 1992 und früher. Die Stimmung war wieder einmal prächtig, zumal das Wetter diesmal wenigstens halbwegs mitspielte.

Fast wie Ex-Fußball-Nationaltrainer Sepp Herberger lugte Dirk Krühler, Geschäftsführer der Veranstaltungsagentur project concept, kurz vor zehn Uhr in Richtung Himmel. Gibt es etwa wieder Fritz-Walter-Wetter? Wenn die Youngtimer-Gemeinde nach Herten kommt, dann öffnet Petrus im Normalfall die Schleusen. Doch die sollten diesmal dicht bleiben, zumindest bis gegen 16 Uhr. „Um uns herum hat es überall geregnet, so gesehen hatten wir Glück. Leider war es ziemlich kalt. Beim nächsten Mal hätte ich neben trockenem Wetter gerne noch 25 Grad“, so Krühler kurz nach der Siegerehrung.

Internationaler Besuch beim Youngtimer Vestival

Die herbstliche Kühle schmälerte die Stimmung nicht. „Unterwegs hat es geregnet, wir wären fast umgekehrt“, erzählte Rainer, der aus Koblenz ins Ruhrgebiet kam. Gut, dass er es nicht getan hat. „Es war eine tolle Veranstaltung und hat wirklich Spaß gemacht“, sagte Sandra aus Osnabrück. Doch nicht nur aus allen Teilen Deutschlands reisten die Youngtimer-Fans an. Neben einer großen Gemeinde aus den Niederlanden waren auch Kennzeichen aus den anderen Nachbarländern zu sehen. „Und sogar aus Norwegen und Schweden hatten wir Besuch“, freute sich Dirk Krühler. Da war zum Beispiel der Norweger  Torbjørn Tørset, der eine Kolonne von drei Autos anführte: ein Opel Ascona A aus dem Jahre 1975, ein BMW 2000 Tii von 1973 sowie ein Toyota Cresida von 1981. Gekommen waren auch viele Clubs und Gruppen, so etwa Mitglieder der Internetseite „kultkarren.de“ und Teilnehmer der Young- und Oldtimer-Rallye „Ruhr Classics“.

Gut besucht war der erstmals in Szene gesetzte Saisonauftakt allemal. „Es waren 999 Autos“, gab Dirk Krühler mit einem Augenzwinkern zu Protokoll. „Der Zulauf ist ob der Kälte schon erstaunlich.“ Aber es wurde ja auch eine Menge geboten. Eine Bimmelbahn und eine Hüpfburg für die Kleinen, eine Händlermeile sowie Live-Musik von der Cover-Band „Charing Cross“ sorgten für die beliebte Vestival-Atmosphäre. Wer neben Auto-Kultur auch Ruhrgebiets-Nostalgie erleben wollte, konnte an Führungen über das Zechengelände teilnehmen. „Herten hat sich einfach als echte Anlaufstelle für Youngtimer etabliert. Da muss man einfach hin, auch wenn das Wetter echt mal richtig gut sein könnte“, fand Kai aus Geseke.

Bei der abschließenden Siegerehrung setzte dann zwar doch noch ein wenig der Regen ein. Die Besitzer der besten Fahrzeuge freuten sich aber trotzdem über ihre verdienten Pokale. Neben den „Jahrgangsbesten“ von 1972 bis 1992 gab es drei Sonderauszeichnungen. Michael Hunoldt siegte mit seinem Opel Kadett B inklusive spektakulärem  Anhänger in der Kategorie „Best of Show“. Philipp Sacher und sein VW Caddy, ebenfalls mit Anhänger, gewannen in der Rubrik „Extreme“ den Preis für den ungewöhnlichsten Umbau. In der Kategorie „Big Thing“ siegte der Hertener Lokal-Matador Gordon Klamann mit seinem Ford FK 3500, weil er das größte Fahrzeug auf dem Platz hatte.

Trend zu Original-Fahrzeugen

Fachredakteur und Jury-Mitglied  Thomas Pfahl sah eine breite und bunte Palette an Autos: „Es war alles vertreten. Insgesamt war die Qualität hoch. Einen gewissen Trend gab es zu Originalfahrzeugen – sei es original erhalten oder aber wieder in den Originalzustand versetzt.“ Auch sonst haben ihm die dargebotenen Vehikel gefallen: „Zeitgenössische Fahrzeuge und Tuning-Fahrzeuge waren ebenso reichlich vertreten.“

Der bereits etablierte Termin im Spätsommer bleibt trotz der Veranstaltung zum Saisonbeginn bestehen. Am 9. September 2012 wird beim Youngtimer Vestival die Saison beschlossen –natürlich wieder auf dem Zechengelände im Hertener Süden!

Youngtimer Vestival 2012

Auto 1

Von: Dirk Hoffmann

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